Thema Fetisch und BDSM

Das Thema BDSM, Fesselspiel oder Fetisch ist für viele eine unbekannte Größe, mit der sie nichts zu tun haben wollen. Für andere dreht sich hier aber alles um erotische Phantasien und sexuelle Stimulanzien, ohne die sie sich ein Leben nicht vorstellen können. Zu verzeichnen ist aber, dass die Partnersuche in BDSM Kreisen durch das Internet sehr viel leichter geworden ist und zuweilen auch jene reizt, die normalerweise nicht in diesen Kreisen zu Hause sind. Die BDSM Szene befindet sich augenscheinlich im Wandel.

Fetisch und BDSM Interessenten suchen - wie alle anderen auch - Ihre Partner und Sexualkontakte in entsprechenden Internetbörsen. Diese bewegen sich nicht mehr im Dunkel der Anonymität sondern werden zunehmend auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Man kann manchmal sogar Beratung finden. Alles, was man umgangssprachlich als Sado-Maso oder SM kennt, wird heute als BDSM bezeichnet. Es ist viel mehr als nur die Vorliebe für Latex, eine Domina oder einen Fetisch. Die englischen Begriffe "Bondage" und "Discipline", "Dominance" und "Submission", die im BDSM Begriff enthalten sind, verweisen auf die vielfältigen Vorlieben der Liebhaber solcher Praktiken. Dominanz und Unterwerfung, Fetisch Benutzung, Latex Bekleidung oder Fesselspiele sind Inhalt dieser Szene. In der Öffentlichkeit galt sie lange als bizarr und verdorben. Heute geht man damit aber viel lockerer um.

Passende Spielpartner findet man heutzutage deutlich leichter, aber als Interessent muss man sich in seiner speziellen Szene umsehen. Dank der Veranstaltung von BDSM Messen, Fetisch Stammtischen oder Kennenlern-Partys und dank entsprechender Internetforen kann die Partnersuche heute weitaus erfolgreicher sein. Allerdings bietet die Anonymität auch gewisse Gefahren. Berührungsängste und Unsicherheit kommen daher häufig vor. Manches ist mit schnellen und kurzfristigen Kontakten nicht umsetzbar, weil es auf Vertrauen basiert. Wer längerfristige und feste BDSM Beziehungen sucht, um seinem Fetisch in einem vertrauensvollen Verhältnis Futter zu geben, ist in den neuartigen Partnerforen mit psychologischer Betreuung gut aufgehoben. Man muss dort allerdings auch Angaben zur eigenen Person machen und dabei seine Vorlieben offenlegen. 

Freiwilligkeit und gegenseitige Zustimmung sind das wichtigste Element der entstehenden BDSM Beziehungen. Eigene Phantasien in Bezug auf einen Fetisch, auf Latex Kleidung oder Fesseln zu haben, ist weder strafbar noch schändlich. Es ist einfach eine Variante sexueller Stimulation, die in der deutschen Bevölkerung vorkommt. Solange sie gewisse Grenzen nicht überschreitet, ist dagegen nichts einzuwenden. Beim Spiel mit Latex sollte man die Gefahr der Latexallergie kennen, bei anderen Spielen die jeweiligen Gefahren gut einschätzen können. Ein lustvolles Spiel rund um einen Fetisch oder SM-Vorlieben sollte immer ein Spiel bleiben, dessen Grenzen vorher klar festgelegt sind. Man sollte beim BDSM bestimmte Zeichen oder Sätze absprechend, die als Signal für den Abbruch des Spiels akzeptiert werden. Der Drang nach einem Fetisch kann vollkommen harmlos sein. Es gibt allerdings auch Naturen, deren Schmerzgrenzen weitaus größer sind als die eigenen. Neulinge in diesem Gebiet sollten sich hüten, alles ausprobieren zu wollen, nur weil es geht. Man schnuppert besser erst einmal in die BDSM Szene hinein und beschäftigt sich näher mit den eigenen Vorlieben, Sehnsüchten und Vorstellungen. Angesichts der zahlreichen Möglichkeiten sexueller Stimulation sollte gewährleistet sein, dass man auf seine Kosten kommt.

lg Darky

Bild Author: © Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0 & GFDL / link zum Originale: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bondage_cuffs_(metal)_photomodel_Ina.jpg

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